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Bücherverlag

By me on Oktober 30, 2011
© Irochka - Fotolia.com
Ein Haufen Bücher

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Was macht eigentlich ein Verlag?

Das Wort “Verlag” kommt nicht von “verlegen” wie die meisten irrtümlich denken, sondern von “Vorlegen”. Der Verlag schießt also vor. Allem voran erst einmal Geld. Oder Arbeitsleistung. Denn ein Verlag macht aus dem Manuskript eines Autors ein Buch. Aber bis dahin sind einige Arbeitsschritte vonnöten, die im Anschluss im Einzelnen erläutert werden.

Manuskriptprüfung/-Auswahl
Unter allen, den Verlag erreichenden Manuskripten, wählt der Verlag diejenigen aus, die er für verkäuflich hält.

Dabei orientiert er sich an derzeitig auf dem Markt befindlichen Büchern und deren Verkaufszahlen sowie an Marktforschungsergebnissen und eigener Recherche.

Korrektorat/Lektorat
Das Manuskript wird auf Rechtschreibung und Grammatik, sowie auf Lesbarkeit geprüft und korrigiert. Ein Korrektorat betrifft immer nur Rechtschreibung und Zeichensetzung, ein Lektorat auch den Stil, was erklärt, warum handelsübliche Korrektorate immer preislich niedriger anzusetzen sind.

Das komplette Lektorat kann je nach Umfang bei einem Roman schnell mit drei bis fünftausend Euro zu Buche schlagen.

Buchsatz
Das vom Autor, meist auf Normseiten, geschriebene Manuskript muss auf die spätere Buchgröße “gesetzt” werden. Diese Arbeit kann mit ein- bis zweitausend Euro zu Buche schlagen, da besondere Kenntnisse und spezielle Software vonnöten sind.

Coverdesign
Das Buchcover wird zusammen mit einem Designer entworfen und druckreif als Datei gefertigt.

ISBN/EAN Vergabe und Titelmeldung im Handel
Die ISBN sorgt dafür, dass das Buch im Buchhandel überhaupt gefunden werden kann. Dazu muss der Verlag jedoch beim Verzeichnis lieferbarer Bücher gemeldet sein. Und das Buch muss dort spätestens beim Erscheinen gemeldet werden. Auch das ist wieder mit Kosten für den Verlag verbunden.

Buchdruck und Vertrieb
Der Verlag lässt das Buch drucken und sorgt für den Vertrieb.

Alles in allem kostet manches Buch, bis es auf dem Markt erscheint, 5-stellige Eurobeträge. Die wieder eingespielt werden müssen, damit ein Autor seine Tantiemen erhalten kann, die der Verlag anhand der nachweislichen Verkäufe an ihn auszahlt.

Werbung
Der Verlag bewirbt das Buch und hilft dem Autor beim Verkauf.

Da alle diese Dinge mit hohen Kosten verbunden sind, ist es heute durchaus legitim, wenn der Verlag den Autor an diesen beteiligt (Druckkostenzuschussverlage). Da dieses Modell aber schwarzen Schafen in der Branche mehrfach die Tür für dreiste Abzocke geliefert hat, ist es beim Buchhandel ungern gesehen.

Posted in Buecher | Tagged Buch, Bücher. Verlag, Buchverlag
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